Die Verfassung wird dich nicht schützen – Berichte von der Flughafen-Front

Anlässlich des Infowars-Artikels darüber, dass die Passagiere an US-Flughäfen mit Verhaftung bedroht werden, wenn Sie Witze machen oder die Sicherheitsbehörden auslachen, erreichte mich der Bericht eines libertären Facebook-Freundes über seine Erfahrungen mit der TSA, den ich hier veröffentlichen will. Zum Zeitpunkt der Ereignisse war er gerade mal 18.

Die Verfassung wird dich nicht schützen

Meine Erfahrung mit der amerikanischen Transportation Security Administration (kurz TSA) stammt aus dem Jahr 2012 in dem ich ein Jahr nach dem Ende meines Austausch bzw. Highschool-Jahres wieder nach Georgia zurückkehren wollte. Die günstigsten Flüge gingen aber nicht von Frankfurt direkt nach Atlanta, sondern alle nur mit Zwischenstation „New York“.

Meine Maschine landete also am frühen Morgen in New York, mein Koffer kam unversehrt am Gepäckband an und meine Laune hätte eigentlich nicht besser sein können. Da mein Anschlussflug nach Atlanta nur einige Stunden später gehen sollte, machte es keinen Sinn den Flughafen zu verlassen, weshalb ich direkt mein Terminal aufsuchte und wieder eincheckte.

Nachdem das Gepäck aufgegeben war, stellte ich mich also brav zum scannen bzw. abtasten an und machte mich bereit der netten Abfertigungsdame das selbe zu sagen wie ihrer Deutschen Kollegin in Frankfurt, nämlich dass ich diese Röntgenröhren nicht betreten werde und mich wenn nötig abtasten lassen werde. EIGENTLICH könnte die Geschichte hier vorbei sein denkt man sich, ich würde einfach wie täglich tausende oder sogar Millionen Menschen weltweit von der TSA (oder ähnlichen Organisationen) begrabbelt werden und es über mich ergehen lassen, wenn da nicht die Antwort der Dame mir gegenüber gewesen wäre.

„Would you prefer to be checked by a man or a woman?“

Mein Gesicht sah wohl mehr als nur überrascht aus und ich überlegte wohl mit offenem Mund – nicht darüber, was ich antworten sollte, sondern wie diese Frau auf solch eine Frage kommt. Vielleicht geht es darum, Homosexuellen die Möglichkeit zu geben sich gegen das bevorzugte Geschlecht zu entscheiden oder was auch immer – ich war ganz einfach überrascht und aus der Überraschung folgte etwas was man sich in Polizeiverhören (und Leibesvisitationen) besser sparen sollte, nämlich eine freche Antwort.

„Well it’s molestion either way, so feel free to check my junk“ (Es ist so oder so Belästigung, also packen sie mich ruhig an den Kronjuwelen)

Ich schrie es nicht, sagte es aber dennoch laut genug, damit es einige Menschen in der Warteschlange mitbekamen, die meine nun folgende Durchsuchung genau musterten aber sich ansonsten ruhig verhielten. Eigentlich könnte auch an diesem Punkt die Geschichte vorbei sein aber nein die verfassungswidrige Achterbahn-Fahrt in die Vereinigten Staaten hat gerade erst begonnen.

Nachdem ich gerade im Boarding-Bereich des Flughafens angekommen war und Platz genommen hatte sprach mich ein TSA-Angestellter an und bat mich ihm bitte zu folgen. Er ging schnellen Schrittes durch den vollen Bereich des Flughafens und führte mich zum Zoll-Bereich und in einem hinteren Teil stand ein paar Stühle lieblos in einem Gang, einige von ihnen besetzt mit Touristen. Ich setzte mich zu ihnen und kam nicht einmal auf die Idee so etwas wie Smalltalk zu initieren, zu bedrückend war die Situation und zu sehr fühlte ich mich wie ein Mexikaner der gerade mit 20 Kilo Kokain an der amerikanischen Grenze erwischt wurde.

Nach und nach öffnete sich die Tür zu einem der Zimmer, heraus kam ein Tourist und ein anderer wurde rein gebeten. Es beruhigte mich sehr zu sehen, dass die Menschen nach einigen Minuten das Zimmer, ohne sichtliche Verletzungen verließen – soviel nur dazu wie ich mich dort in dieser Situation fühlte – und nach einiger Zeit war es dann auch für mich soweit, den Raum zu betreten.

Zwei Männer und eine Frau saßen dort an einem Tisch, vor ihnen Plastikkisten und auf der anderen Seite des Raumes eine Art Umkleidekabine.

Sie baten mich meine Kleidung bis auf die Unterwäsche abzulegen und in eine der durchsichtigen Kisten zu packen, die einer der Angestellten dann an der Kabine abholen würde, mein Verhalten bei der Durchsuchung soll die Angestellte wohl so verunsichert haben, dass sie nun eine zweite durchführen wollten.

Ich ergab mich, was hätte ich sonst tun sollen? Ich wollte einfach nur nach Georgia und so ging ich in die Kabine und füllte die Kiste mit den paar Kleidungsstücken die ich an hatte und gab sie dem Angestellten der diese abholte.

Ich hörte sie in den Sachen wühlen und nach einer gefühlten Ewigkeit bekam ich die Kiste zurück, ich zog mich an und verließ die Kabine und stand vor den dreien.

„Thanks for your collaboration, Officer Young is waiting outside and will lead you to your plane now“

Ich wendete mich also ab, ohne ein Wort zu sagen, und verließ den Raum vor dessen Tür tatsächlich ein TSA-Angestellter wartete, der mich zu dem Schalter führen würde, von dem aus wenig später mein Flug nach Georgia gehen würde. Kurz bevor wir am Ziel angekommen waren fand ich endlich meine Stimme (und meine Sprachkenntnisse wieder) und fragte ihn:

„You realize that what you are doing is unconstitutional, right?” (Ihnen ist schon klar, das das was sie tun gegen die Verfassung ist, oder?)

Seine Antwort war naiv wie auch erschreckend:

“Well, the Constitution won’t protect you.” (Nun, die Verfassung wird dich nicht schützen)

So weit der Bericht von Florian. Das war natürlich reine Schikane wegen seiner frechen Antwort. Und dass er sich ausziehen musste, grenzt an sexueller Belästigung (um ein Haar auch an einem Minderjährigen).

Ich möchte noch mein eigenes Erlebnis von vor einigen Jahren hinzufügen. Ich hatte irgendetwas vergessen auf der grünen Karte auszufüllen, ich glaube das Hotel. Das sagte ich dann dem TSA-Mann, woraufhin er mir die Karte zurückgab. Ich fragte, ob er den Namen nicht selber reinschreiben könnte, was er lautstark ablehnte. Ich füllte das Formular aus und warf den Beleg mit einer Handbewegung zurück, die meine Missachtung ausdrückte (locker aus dem Handgelenk). Daraufhin brüllte er mich an wie auf der Kaserne: „Get out of the line!“ (Geh aus der Schlange!). Auf mein mehrfaches Nachfragen, was das solle und wie ich jetzt einreisen solle, brüllte er einfach weiter diesen Satz.

Ich fand eine andere Schlange und fragte diesen Angestellten, ob der andere immer so wäre. Er nickte nur – entschuldigend.

Fazit: Unterdrückungssysteme ziehen solche Leute an. Menschen mit Blockwart-Mentalität werden Blockwärte. Das ist gewollt. Die Freiheit stirbt auf Raten. Dies hier sind zwei sehr harmlose Beispiele, die ich hier nur aus erster Hand wiedergebe. Viele können Ähnliches berichten, gerne auch hier unter diesem Artikel.

Ich weiss darüber hinaus von mehreren (echten) investigativen Journalisten, die grundlos kontrolliert wurden. Auch welche, die mir das nur unter vier Augen erzählt haben und es gar nicht öffentlich gemacht haben. Ein bekannter Deutscher aus der Wahrheitsbewegung berichtete mir, dass sie bei einer Kontrolle sogar sein Buch in englischer Übersetzung vorliegen hatten (Am Flughafen! Also haben sie ihn erwartet), obwohl es nur auf deutsch erschien.

Vielleicht sollte ich einfach bei der CIA nach meinem Buch fragen, dann spare ich mir die Übersetzung. Ich plane nämlich, nächstes Jahr „Das Kapitalismus-Komplott“ auf englisch zu veröffentlichen. Ich reise seit dem Erlebnis damals nicht mehr in die USA. Und nach meinen Veröffentlichungen erst recht nicht mehr. Das ist sehr schade, weil es ein wunderschönes Land, aber inzwischen ein fast vollständig ausgebauter Polizeistaat ist. Ich werde dort erst wieder hinreisen, wenn Rand Paul Präsident ist bzw. die Verfassung wiederhergestellt ist. Einen Urlaub auf Kuba würde ich ungern in Guantanamo verbringen.

Bei der Gelegenheit möchte ich auf diese epische Sendung von Alex Jones hinweisen, in der mehrfach die Flughafen-Ansage gespielt wird, wo mit Verhaftung gedroht wird, wenn man Witze macht. Weitere Themen sind:

– die verschwundenen Atombomben
– Ron Paul zur niedrigen Zustimmung zur Regierung: Das ist gut. Es ist wie bei Alkoholikern. Man muss erst erkennen, dass man ein Problem hat, bevor man es lösen kann.
– Ron Paul zur Bildung: Holt eure Kinder aus den öffentlichen Schulen
– Mike Adams sekundiert später: Homeschooling Kids are the future of America
– Mike Adams ausführlich zu Obamacare: Kann niemals funktionieren. Am Besten gibt man den Widerstand dagegen auf, es implodiert von selbst. Adams & Jones diskutieren darüber, ob die Behörden so dumm sind oder das System absichtlich so schlecht machen um das gesamte Gesundheitswesen verstaatlichen zu können (Weil man die Schuld auf die Unternehmen schieben kann)
– Jesse Ventura: Wir müssen die Regierung daran erinnern, dass wir der Boss sind. Gewohnt klare Worte und eine Petition.