Epstein und Ehud Barak: Carbyne und Verbindungen zum Geheimdienst

CIA, Mossad, inwieweit war Jeffrey Epstein in Geheimdienstoperationen involviert? Direkt oder indirekt? Im folgenden Artikel schauen wir uns das Unternehmen von Ehud Barak, die Firma Carbyne, mal etwas genauer an.

Nach offizieller Lesart handelt es sich bei Carbyne um ein Technologieunternehmen, welches die Weiterentwicklung von Anrufbearbeitungs- und Identifizierungsfunktionen für Rettungsdienste in Ländern auf der ganzen Welt, einschließlich der Vereinigten Staaten, vorantreibt. In Zusammenarbeit mit Google vermarktet Carbyne ihre Produkte als förderliches Mittel, um Amokläufe oder Schießereien in den USA einzudämmen, ohne die bestehenden US-Waffengesetze verschärfen zu müssen.

Carbyne ist kein gewöhnliches Technologieunternehmen, da es eng mit Geheimdiensten zusammenarbeitet.


Verbindung zu Unit 8200

Unit 8200 ist eine Einheit der israelischen Streitkräfte zur elektronischen Aufklärung, die für die Gewinnung von Signals-Intelligence-Informationen und für Codeentschlüsselung verantwortlich ist. Die Einheit untersteht dem Militärnachrichtendienst Aman und ist das Pendant zur NSA.

Absolventen dieser Einheit gründen im Anschluss häufig eigene Technologieunternehmen – darunter auch Carbyne. Verbindungen zum israelischen Geheimdienst werden dabei häufig aufrechterhalten, was die Grenzen zwischen ihrer eigentlichen Tätigkeit und ihrem Dienst für Nachrichtendienste verwischt.

So ist einer der Gründer von Carbyne der ehemalige Unit 8200 Absolvent Amir Elichai. Weiter geht es mit Lital Leshem, ebenfalls ein Mitbegründer mit Vergangenheit bei Unit 8200.

Die entwickelten oder angebotenen Produkte dieser Unternehmen können demnach leicht dazu verwendet werden, Regierungen, Institutionen und Zivilisten illegal zu überwachen.

Wir erinnern uns: Laut eines israelischen Enthüllungsjournalisten investierte Epstein 2015 insgesamt eine Million Dollar in das Unternehmen Carbyne. Nun wollte Barak, Epstein war noch unter den Lebenden als er diese Aussage tätigte, Epstein von der Liste der Geldgeber streichen? Seine 13-monatige Haftstrafe vor einem Jahrzehnt sowie seine Registrierung als Sexualstraftäter war also kein Problem?

Mehr noch; im Jahr 2004 erhielt Barak für eine andere von ihm gegründete Stiftung etwa 2,4 Millionen Dollar von der Wexner Foundation. Dies berichtete vergangenes Jahr der Journalist Erel Segal. Zur Verfügung gestellt wurde dieses Geld für von Barak durchgeführte Forschungsarbeiten.

Der MiamiHerald hat ebenso darüber berichtet und bestätigt diese Transaktion.

Eine Geheimdienstverbindung wurde in einem Pressestatement von Alexander Acosta deutlich.

Jener Acosta hat damals den Deal mit Epsteins Anwälten abgeschlossen und erklärt:

„Es gab damals nur ein einziges Treffen mit Epstein. Mir wurde gesagt, ich solle mich zurückziehen, Epstein sei über meiner Gehaltsstufe und gehöre dem Geheimdienst an. Ich solle ihn in Ruhe lassen.“

Ehud Barak

Die wohl eindeutigste Verbindung von Carbyne zum israelischen Geheimdienst besteht durch ihren Vorsitzenden selber – Ehud Barak.

Barak ist nicht nur ehemaliger Premierminister Israels, sondern war auch Verteidigungsminister sowie Chef des israelischen Militärgeheimdienstes. Während dieser Tätigkeit beaufsichtigte er die Operationen der Unit 8200. Folglich war Barak also immer engstens mit verdeckten Operationen verbunden.

Mehr noch; Barak stand nicht nur in Verbindung zu Epstein, sondern auch zu dem in Ungnade gefallenen Filmmogul Harvey Weinstein. So brachte er Weinstein mit dem israelischen Geheimdienst Black Cube in Kontakt, um Frauen einzuschüchtern, die ihn wegen sexueller Belästigung beschuldigt hatten. Passend dazu ist der bereits angesprochene Mitbegründer von Carbyne Lital Leshem, der nach seinem Lebenslauf zu urteilen Marketingdirektor von Black Cube gewesen ist.

Verbindung zur CIA

Da wäre noch das Unternehmen Palantir Technologies! Palantir Technologies ist ein privat geführter US-amerikanischer Anbieter von Software und Dienstleistungen, der sich auf die Analyse großer Datenmengen (Big Data) spezialisiert hat. Zu Beginn des Jahres 2014 wurde Palantir laut Forbes mit 9 Milliarden Dollar bewertet. Im Dezember 2014 hatte das Unternehmen neben privaten Investoren auch Kunden aus Geheimdiensten, nämlich In-Q-Tel, ein Unternehmen, welches sich aus dem Haushalt der CIA speist. Zu den Dutzenden von Beteiligungen von In-Q-Tel gehören auch Facebook und Google.

Doch zurück zu Palantir Technologies: Neben den Geldgebern Epstein und Barak für Carbyne, gibt es einen weiteren prominenten Spender – Peter Thiel!

Thiel war Mitgründer und besitzt immer noch eine Mehrheitsbeteiligung an der Firma Palantir, die ursprünglich mit einer Investition von 2 Millionen Dollar aus dem Risikokapitalfonds In-Q-Tel der CIA finanziert wurde und bald darauf Vertragspartner der CIA wurde.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Vertrags mit der CIA wurde Palantir Auftragnehmer für eine Reihe von Bundesbehörden, darunter das FBI, die Defense Intelligence Agency (DIA), die National Security Agency (NSA), das Department of Homeland Security (DHS) und das Special Operations Command des Militärs.

Thiel hat auch einige prominente israelische Technologie-Start-ups unterstützt, die mit Unit 8200 verbunden sind. Erwähnenswert hierbei ist das Unternehmen BillGuard, das Thiel zusammen mit dem ehemaligen Google-CEO Eric Schmidt und anderen Investoren finanziert hat.

Des Weiteren gründete Thiel gemeinsam mit Max Levchin und Elon Musk den Online-Bezahldienst Paypal.

Zusammenarbeit mit Google in Mexiko

Wie eingangs des Textes bereits angeschnitten, arbeitet Carbyne eng mit Google zusammen. Nun weitet sich diese Zusammenarbeit auch auf Mexiko aus, wie das Nachrichtenportal Israel21 berichtet.

Was zunächst als vierwöchiges Pilotprojekt begann, wird nun flächendeckend zum Einsatz kommen. So werden Google und Carbyne in Kooperation Standortinformationen von Android-Geräten an Notrufzentralen in ganz Mexiko übermitteln. Wer sich für die technische Funktionalität interessiert, kann dies im oben verlinkten Artikel erlesen, so zumindest die offizielle Lesart.

Mitbegründer und CEO von Carbyne Amir Elichai – ehemals Unit 8200 – sagte zu diesem Projekt:

„Allein in den USA hat die FCC erklärt, dass jedes Jahr 10.000 Menschenleben aufgrund von Standortproblemen mit alten 911-Lösungen betroffen sind. Weltweit ist der Einfluss von Legacy-Lokalisierungsdiensten deutlich höher.“


Zusammenfassung

Carbyne gilt als Technologieunternehmen, das es eng mit Geheimdiensten zusammenarbeitet. Einer der größten Geldgeber des Unternehmens ist Jeffrey Epstein. Mitbegründer, wie Amir Elichai oder Lital Leshem sind ehemalige Mitarbeiter von Unit 8200, was nichts anderes ist, als das Pendant zur NSA, also Massenüberwachung.

Dann gibt es da noch Peter Thiel. Er ist Gründer von Palantir Technologies, ein Anbieter von Software und Dienstleistungen. Kunde von Palantir ist In-Q-Tel, ein Unternehmen, welches sich aus dem Haushalt der CIA speist. Zu den Dutzenden von Beteiligungen von In-Q-Tel gehören auch Facebook und Google. Palantir Auftragnehmer sind eine Reihe von Bundesbehörden, darunter das FBI, die Defense Intelligence Agency (DIA), die National Security Agency (NSA), das Department of Homeland Security (DHS) und unter anderem das Special Operations Command des Militärs. Thiel ist ebenfalls ein großzügiger Geldgeber von Carbyne.

Jeder muss sich selbst die Frage beantworten, wie glaubhaft es ist, dass es Carbyne lediglich um die Rettung von Menschenleben geht.

 

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