Archiv für Oktober 2008

Ich hatte gerade erst Gelegenheit, meine Kolumne in Focus Money von der vergangenen Woche zu lesen. Leider fehlt darin der entscheidende Hinweis auf das Treiben der Deutschen Bank. Daher hier meine Kolumne im Original:

Plan A

1913: Investmentbanker von J.P. Morgen betreiben die Gründung der Federal Reserve und unseres heutigen Papiergeldsystems. 1987: Alan Greenspan geht von JP Morgan zur FED und fördert die Verbriefung von Immobilienkrediten. 2007: Die Blase platzt. JP Morgan Chase ist nicht betroffen und kauft für ein Butterbrot Bear Sterns. Die Risiken trägt der US-Steuerzahler. 2004: Eine Topkreditspezialistin geht von JP Morgan zur Deutschen Bank und rät, die Risiken drastisch zu reduzieren. 2007: Alan Greenspan wird Berater der Deutschen Bank. Ackermann verkauft die zweitklassigen Kreditanleihen an die IKB. Anschließend weist er die Bankenaufsicht daraufhin, dass die IKB nur Schrottanleihen hat. Lone Star, die zusammen mit JP Morgan seit Jahren Kreditportfolios aufkaufen, übernimmt IKB für ein Butterbrot. Die Verluste trägt der deutsche Steuerzahler. Sicher alles Zufall.

Zur Erläuterung: Damit ist nicht gemeint, dass Herr Ackermann schuld ist. Sondern die Botschaft ist, dass diejenigen die unser Papiergeldsystem geschaffen haben, genau wussten, dass es zusammenbrechen muss.

Wir hatten bisher die Einführung eines Goldstandard nicht im offiziellen Parteiprogramm, weil wir dachten, dass das niemand verstehen würde. Wer aber die Schlangen vor den Goldläden sieht, dem kommt doch der Gedanke, dass die Bürger wissen, dass Gold die einzig echte Währung ist. Daher ist die - kurzfristig unrealistische - Forderung nach einer goldgedeckten Währung ab jetzt in unserem Parteiprogramm.

Zur Bedeutung von Gold für eine gesunde Wirtschaftsordnung  empfehle ich den Artikel “Gold und wirtschaftliche Freiheit”. Er stammt von keinem Geringeren als Alan Greenspan selbst.  

 

 

Werden die Menschen, jetzt wo ihnen das Wasser bis zum Hals steht, begreifen, wer schuld ist? Unser staatlich geschaffenes Papiergeldsystem bricht zusammen. Trotzdem scheinen die meisten zu glauben, der Staat ist die Lösung. Er ist das Problem. Wenn die Menschen jetzt nicht kapieren, worum es geht, dann vermutlich nie.

Meine aktuelle Focus Money Kolumne:

 Gold ist Geld

Oliver Kahn hat schon vor zwei Jahren seine Aktien verkauft, erfuhr der geneigte Zuschauer neulich bei Kerner. Er las das Buch „Geld, Gold und Gottspieler“ von Roland Baader. Es sollte in jedem Bücherregal stehen. Baader sagte voraus, was schon jetzt oder hoffentlich erst in ein paar Jahren passiert: den Zusammenbruch des Papiergeldsystems. Ironie: Er prophezeite auch, dass alle nach mehr Staat schreien werden, obwohl der Staat das Problem ist. Auch Baader erkannte, dass wir mit einer Staatsquote von 50 Prozent und staatlich gesteuerten Notenbanken bereits im Sozialismus angekommen sind. Fast alle Propheten die den Finanzcrash vorhersagten plädieren für mehr Freiheit und weniger Staat. Fast sämtliche Kommentatoren heute – also die, die gepennt haben – wollen jetzt mehr Staat. Wer wohl recht hat? Gold ist die einzige Währung.

Zusatz: Sie können getrost alle Bücher von Baader lesen und auswendig lernen.

 

 Sprachschule

Allerorts heißt es angesichts der Finanzkrise der Kapitalismus sei schuld. Nichts ist falscher als das. Dabei wäre es gar nicht so schwer zu begreifen, wenn die Menschen wenigstens lesen könnten. Der Finanzmarkt ist der einzige Markt der weltweit von einem ZENTRALkommitte ZENTRAL gesteuert wird. Die staatlichen ZENTRALbanken legen sowohl die Menge des Gutes – die Geldmenge – als auch den Preis des Gutes – den Zins – fest. Nun raten Sie mal, wer vielleicht schuld sein könnte, wenn dieser Markt zusammenbricht? Bingo, das ZENTRALkommitte! Immer wieder bekämpft es Krisen mit zu niedrigen Zinsen, die unter einem fairen Marktpreis liegen. Dadurch bilden sich immer wieder Spekulationsblasen, die in einem Knall platzen. Bekämpft wird die Krise dann vom ZENTRALkommitte mit billigem Geld… Nicht der Kapitalismus ist am Ende, sondern die Logik.

Focus Money Kolumne 41/2008

Zusatz:

Es ist sinnlos die schuld auf die Gier bestimmter Menschen zu schieben. Die Menschen sind wie sie sind. Das System ist falsch. Wenn staatliche Organe, also Bürokraten, über unser Geld bestimmen muss das schief gehen. Die einzige Lösung ist ein Goldstandard. Dann kann nicht beliebig Geld gedruckt werden, sondern alles, auch die Derivate oder Subprime-Notes orientieren sich an einem realen Wert, der einzigen Währung auf die sich die Menschheit in Jahrtausenden einigen konnte: Gold. Schauen Sie nur mal wie das Edelmetall auf das Ausbrechen der Krise reagiert hat. Seitdem versuchen die Zentralbanken den Preis zu drücken. Es wird ihnen nicht gelingen. Der Markt, also die Summe der menschlichen Handlungen, ist stärker.